Unterschiede / Wirkungen
Die beiden Reorganisationsinstrumente sind – wenn auch nicht auf den ersten Blick – verschieden und zeitigen auch unterschiedliche Wirkungen:
Unterschiede |
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| Gegenstand |
Konkursaufschub |
(prov.) Nachlassstundung |
| Mitwirkung der Gläubiger | Nein |
Ja
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| Zinsenlauf | keine Beeinträchtigung | Beendigung für ungesicherte Forderungen |
| Verrechnung (massgebender Zeitpunkt für den Verrechnungsausschluss bzw. die Anfechtbarkeit der Verrechnung) |
Verrechnungsausschluss:
(Vgl. auch BGE 101 III 109 ff.; SJZ 1998, S. 149 ff.) |
Verrechnungsausschluss:
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| Betreibungshandlungen | Zulässig |
Nicht zulässig (SchKG 297 Abs. 1) Ausnahmen (SchKG 297 Abs. 2: Dahinfallen (SchKG 311): Kein Dahinfallen: |
| Prozesse | Keine Einstellung | Einstellung nach Bestätigung des Nachlassvertrages möglich (SchKG 207 analog) |
| Geltendmachung von anfechtbaren Rechtshandlungen | Nicht möglich | Möglich, nach Bestätigung des Nachlassvertrages (SchKG 285 ff. analog) |
| Verjährungsfristen | Keine Hemmung (Weiterlauf) | Hemmung |
| Verwirkungsfristen | Keine Hemmung (Weiterlauf) | Hemmung |
| Verfahrensdauer | Keine (laut Gesetz) | 4-6 Monate, maximal 12-24 Monate |
| Sachwalter | Ernennung: Fakultativ |
Ernennung: Zwingend Kompetenzen: Nach Gesetz und gemäss richterlichem Auftrag |
| Aufsicht | Konkursrichter | Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen (SchKG 295 III) |
| Richterliche Massnahmen zur Vermögenserhaltung | Obligatorisch | Keine, ausser nach SchKG 298 |
| Publikation | Ja, falls zum Schutze Dritter | Zwingend (SchKG 296) |
| Publikationsrisiko | Stiller Konkursaufschub: Bei der Mitaufnahme des Handelsregisterführers in den Verteiler des Konkursaufschubsentscheids kann es zu einer unerwarteten SHAB-Publikation führen, die die ggf. nicht orientierten Gläubiger verunsichern kann. Verabklärungen daher unabdingbar. | Gläubigerbenachrichtigung ist Standard und Sache des Nachlassschuldners (offene und regelmässige Informationen) |







